Bei einem Brute-Force-Angriff probiert ein Angreifer eine Vielzahl möglicher Passwörter aus, in der Hoffnung, das richtige zu treffen und Zugriff auf ein Benutzerkonto zu erlangen. Solche Angriffe laufen häufig automatisiert ab, sodass in kurzer Zeit sehr viele Passwort-Kombinationen durchprobiert werden können.
Zusätzlich nutzen Angreifer oft Passwort-Wörterbücher, um die Zahl der Kombinationen auf tatsächlich gebräuchliche Wörter zu reduzieren – eine sogenannte „Wörterbuch-Attacke“. Abhängig von der Passwortstärke lässt sich abschätzen, wie viele Versuche und wie viel Zeit ein Angreifer benötigt, um ein Passwort zu knacken. Administratoren sollten sich dieser Bedrohung bewusst sein und geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen.
Genau dafür wurde die Brute-Force-Protection-Erweiterung entwickelt. Administratoren legen eine maximale Anzahl fehlgeschlagener Anmeldeversuche fest. Wird dieses Limit erreicht, sperrt ownCloud weitere Anmeldeversuche auf die betroffenen Konten von der auslösenden IP-Adresse vorübergehend. Die Dauer der Sperre ist konfigurierbar.
Sobald eine Sperre greift, muss der Angreifer entweder die IP-Adresse wechseln oder das Ende der Sperrzeit abwarten. Dieses bewährte Vorgehen erhöht den Zeitaufwand eines Angriffs erheblich und reduziert die Erfolgsaussichten drastisch.
Darüber hinaus können Administratoren weitere Maßnahmen zur Kontosicherheit ergreifen:
1. Starke Passwörter erzwingen – mit der Erweiterung
Password Policy.
2. Zwei- oder Mehr-Faktor-Authentifizierung aktivieren (z. B. zeitbasierte Einmalpasswörter), die Brute-Force-Angriffe praktisch unmöglich macht.
Weitere Informationen bieten die Erweiterung
2-Factor Authentication,
weitere MFA-Lösungen oder die Auslagerung der Benutzeranmeldung an einen Identity Provider über die
SAML/SSO-Integration.
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